Sigulda

Lettland ist vielleicht eines der am wenigsten bekannten Länder in Europa, aber so weit weg ist es auch nicht. Viele haben Riga als Europas Kulturhauptstadt 2014 besucht. Und wenn man schon mal da war, dann konnte man noch einen Abstecher in den Kurort Jurmala machen, oder nach Sigulda. Diese Kleinstadt liegt eine Fahrstunde östlich von Riga und ist touristisch gesehen einer der Top-Spots in Lettland. Wintersportbegeisterte kennen die Stadt auch als Austragungsort fürs Rodeln und Skeleton. Letztere Disziplin wird seit Jahren von den Brüdern Dukuri dominiert, die nur zwei Straßen weiter von Maris und Madara wohnen.

Sie leiten eine Hausgemeinde und praktizieren ein „offenes Haus“. Das bedeutet, in diesem Haus werden Leute immer ein „offenes Ohr“ finden, wenn die Sorgen einem über dem Kopf wachsen, und manchmal auch ein „offenes Zimmer“, wenn jemand vorübergehend eine Bleibe braucht. Mentoring von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, manchmal in dieser sehr intensiven Form, macht einen großen Teil ihrer Arbeit aus. Maris arbeitet als Pastor und Theologe, musikalischer Leiter, und als „Helfer für Bau und Transport“J. Madara leitet eine Jugendgruppe und organisiert das Gemeindeleben. Ihr Ziel ist es junge Christen zu ermutigen und zu stärken, dass sie zu selbstständigen, mutigen Jüngern werden und ein Licht für ihre Umgebung im Alltag sind.

Nicht weit von Sigulda, an derselben Hauptstraße, liegt ein 400-Seelen Dorf mit einer einzigen Gemeinde, die ebenfalls von Maris und Madara geleitet wird. In einem einfachen Gemeindehaus trifft sich eine kleine Gruppe von Menschen, denen ihr Dorf wichtig ist. Dort wächst die Arbeit mit Kindern, die von einer Frau vor Ort geleitet und entwickelt wird. Ein wichtiges Anliegen der Gemeinde ist es die umliegenden Familien zu erreichen, die (typisch für solch ländliche Gegenden) von Armut bedroht sind. Hier verwirklicht sich das Motto der Neukirchener Mission „Glauben und Helfen“.

Madara und Maris Skaistkalns

Maris und Madara Skaistkalns sind seit 2012 in Lettland mit Gemeindegründung tätig. Maris arbeitet als Pastor in 2 Gemeinden, unterstützt interkonfesionelle Initiativen und hilft Männern in ihrem geistlichen Wachstum. Madara ergänzte ihre theologische Ausbildung mit dem Studium auf der Pädagogischen Fakultät Lettlands um die Gemeinde- und Freizeitarbeit mit Kindern und Jugendlichen zu unterstützen und ist Mentorin für junge Frauen.